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Ist WordPress noch zeitgemäß?

27. März 2017 - 3:15

Liebe Leserinnen und Leser,

WordPress Logonun muß ich nach meinem letzten Artikel doch tatsächlich noch einmal das Thema „WordPress“ aufgreifen. Zur Zeit gibt es nämlich verschiedene Artikel im Internet zu entdecken, welche irgendwie eine Art „Untergangsstimmung“ hervorrufen! Ich gehe hier jedoch nur auf einen einzigen ein, doch diesen werden wir uns genauer betrachten. Mein Artikel ist hierbei eher als ein Kommentar dazu gedacht, würde als solcher aber den Rahmen des entsprechenden Blogs sprengen! Ich meine hierbei den folgenden Artikel von Vladimir „vlad perun“ Simovic, aus welchem ich auch entsprechend zitieren werde:

Hat WordPress seinen Zenit überschritten?

In meinem vorigen Artikel habe ich ja schon geschrieben, warum ich WordPress.org verwende und auch dabei bleiben werde. Daran ändern auch solche Artikel nichts, ich halte diese einfach nur für übertrieben! Doch fangen wir erst einmal mit einem Zitat daraus an:

„WordPress ist zu kompliziert“

WordPress hat sich in den letzten 13 bis 14 Jahren stark gewandelt und die Anforderungen an die Entwickler, an die Betreuer der Websites, die mit WP betrieben werden, aber auch an die einfachen Nutzer sind gestiegen. War es noch im Jahre 2005 möglich mit einem einfachen Theme, welches lediglich über eine Handvoll Template-Dateien verfügte, in einem internationalen Wettbewerb, einen stolzen dritten Preis zu erreichen, sind die heutigen Themes von einem ganz anderen Kaliber. Es ist keine Seltenheit, dass die Themes 15+ MB groß sind und über mehrere Hundert Dateien verfügen. Damit kommen wir auch ganz schnell zum nächsten Unterpunkt.

Dem kann ich soweit zustimmen, daß die Anforderungen tatsächlich für alle gestiegen sind. Dies gilt aber für die komplette IT-Branche, man vergleiche doch einmal die Website von damals und heute oder auch irgend welche Anwendungen. Gerade Browser sind hier wohl das beste Beispiel, auf meinem ersten PC hätte der Firefox nicht einmal mehr auf der Festplatte Platz!

Was mich hier aber schockiert ist der von mir hervorgehobene Satz! Ein Theme mit 15 MB oder mehr? Ich dachte ja eigentlich, daß mein Calotropis Theme 2 mit ~1,6 MB ziemlich groß und überladen sei. Da scheine ich aber wohl ziemlich heftig daneben zu liegen, damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet! Nun wird mir auch klar, warum WordPress bei vielen Blogs gar so lange zum laden benötigt!

Doch trotz der gestiegenen Anforderung finde ich eigentlich nicht, daß WordPress kompliziert sein soll. Zumindest nicht, solange man den „Customizer“ nicht zum Verändern des Designs verwenden muß! Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber ich kann dem erbärmlichen Teil absolut nichts positives abgewinnen. Da hantiere ich doch lieber direkt mit meinen PHP-Dateien herum, da der Customizer mit Calotropis eh nicht zurecht kommt.

Ansonsten sehe ich an der Bedienung von WordPress eigentlich nichts, was sich hier großartig in den letzten Jahren geändert haben soll. Es ist alles sauber in Menüs gegliedert, die eigentlich für jeden Anwender leicht verständlich sein sollten. Doch kommen wir zum nächsten Punkt und damit auch zum nächsten Zitat:

Blogsystem → CMS → Framework

An sich ist die im vorherigen Punkt genannte Entwicklung logisch. WordPress hat sich seit 2003/04 von einem schlanken Blogsystem hin zu einem ausgewachsenen „klassischen“ CMS gewandelt und wird seit so ca. 2-3 Jahren auch als Framework tituliert. Das stellt gänzlich neue Anforderungen an die Plugin- und Themes-Entwickler, aber auch an Administratoren und auch an die Nutzer.

Ähm… nö, mein Castle hier beweist genau das NICHT! Das original „Calotropis Theme“ wurde anno 2010 eingestellt und 2015 von mir übernommen und seither auch erweitert. Dabei habe ich auch Plugins integriert, die sogar schon vor 10 Jahren und länger aufgegeben wurden! Ich mußte da zwar an einigen Stellen Anpassungen vornehmen, doch im Prinzip ist Calotropis auf dem Stand von 2010 stehen geblieben.

Ich bin hier auf meinem Castle dank meinem erweiterten „Calotropis Theme 2“ nun Plugin- und Theme-Entwickler, Administrator und Nutzer, dieser Behauptung kann ich aber ganz und gar nicht zustimmen! Nach dem letzten Systemcheck durch Google vorige Woche wurde trotz des doch hohen Alters des Themes keine Sicherheitslücke auf meinem Castle gefunden, ich habe hier also ohne jegliche Vorkenntnisse mit PHP aus einem alten Theme einen wirklich guten Fork zusammen gestellt.

Das große Lob gehört allerdings dem ursprünglichen Entwickler von Calotropis, welcher wirklich sehr gute Arbeit geleistet hat! Es gab zwar in WordPress selbst einige Änderungen, so daß mit der Zeit etliche Fehler im Theme zusammen kamen. So hat mir z. B. meine Sidebar die ganze Optik des Castle zerschossen, aber diese Fehler konnte ich doch recht schnell beseitigen.

 

Zitat:

Mittlerweile kommen einige Kunden zu uns mit Bitte um Hilfe, bei der Optimierung von neuen Projekten, die bis vor einigen Jahren in der Lage waren einfache Anpassungen selber vorzunehmen. Nicht nur die Themes und WP an sich sind größer und anspruchsvoller geworden, auch bei den Plugins ist die Entwicklung ähnlich verlaufen.

Wie geschrieben kann ich das nicht bestätigen, man betrachte nur mal die ganzen Funktionen und Möglichkeiten von Calotropis. Das Ding ist immerhin ein Magazine-Theme mit derzeit 5 verschiedenen Styles, welche man jedoch jederzeit auf die doppelte Anzahl oder mehr erhöhen kann!

Bei den Plugins kommt es natürlich darauf an, welche Funktionen benötigt werden. Ich habe wie erwähnt ja einige ältere Plugins integriert, aber auch neue Funktionen kamen mit dazu, welche eigentlich ebenfalls als Plugins zu haben wären. Nach einer genaueren Untersuchung dieser Plugins habe ich aber festgestellt, daß diese Funktionen wesentlich effektiver und einfacher direkt als neue Funktion zu bewerkstelligen sind, was natürlich auch der Ladezeit des Blogs zu Gute kommt!

 

Zitat:

Dieser Entwicklung muss man sich stellen und auch an die Kunden bzw. Nutzer als Information weitergeben. Man kann den Kunden nicht alleine mit dem System lassen und ihnen auch nicht erzählen, dass das alles einfach sei. WordPress ist kein Einsteigersystem (mehr). Man muss sich schon intensiv und vor allem regelmäßig damit auseinandersetzen.

Hier muß ich klar zustimmen! Eigentlich habe ich Calotropis für mich selbst übernommen. Da ich es aber hier auf dem Castle zur Verfügung stelle ist es auch klar, daß bei Änderungen die entsprechenden Informationen ebenfalls hier veröffentlicht werden müßen! Ich habe in dem Sinn zwar keine „Kunden“, eventuell aber Nutzer, welche das Theme verwenden.

Ich kann dazu so jetzt nichts sagen, da ich bis jetzt keine richtige Rückmeldung dazu habe. Ich kann folglich auch nicht sagen, ob und wie oft Calotropis überhaupt von hier heruntergeladen wurde. Es gab einmal noch zwei andere Blogs, welche von mir eingerichtet und administriert wurden. Diese wurden jedoch aus verschiedenen Gründen wieder eingestellt, so daß mein Castle nun das einzige mir bekannte Blog mit diesem Theme ist.

 

Zitat:

„WordPress ist langsam“

Wenn man ein vernünftiges Theme wählt und ein paar einfache Maßnahmen umsetzt, dann bekommt man auch mit WordPress ohne größere Probleme eine vergleichsweise schnelle und schlanke Website. Aber WP als ein Datenbank-basiertes System ist logischerweise immer im Performance-Nachteil gegenüber Systemen, die nicht auf die Datenbank zugreifen, wie es die sog. Flat-File-Systeme oder Generatoren von statischen Seiten sind.

Hier kann ich nur bedingt zustimmen, da hier noch wesentlich mehr zu beachten ist! Es kommt natürlich auch auf den Hoster an oder wie viele Plugins man installiert, aber auch das ist noch nicht alles. Ich kenne inzwischen etliche auch größere Blogs, welche wesentlich langsamer wie mein eigener sind! Vor allem muß man auch daran denken, daß viele Blogs für Werbelinks zusätzlich noch Ladezeit benötigen.

Natürlich kommt mein Castle nicht an die Geschwindigkeit einer statischen Seite heran, das ist wie Vlad schreibt fast nicht möglich. Nur wenn der entsprechende Entwickler ein kompletter Idiot ist wird er es schaffen, daß seine statische Seite langsamer wird wie ein Blog.

 

Nun kommen wir zu einem Punkt, bei dem mir immer wieder die Haare zu Berge stehen, ein längeres Zitat diesmal:

„Problemfeld WordPress-Agenturen und -Dienstleister“

Seit knapp zwei Jahren hat sich die Arbeit hier bei uns nach und nach gewandelt. Wir haben es sehr häufig damit zu tun, dass wir Websites, die von anderen an Kunden abgeliefert wurden, reparieren müssen. Viele Neukunden kommen zu uns u.a. weil irgendwelche Slider oder Page Builder völlig aus dem Ruder laufen, weil die Websites extrem langsam sind oder nicht einmal die einfachsten SEO-Grundlagen umgesetzt wurden. Nicht selten ist es so, dass die Installationen nur mühsam aktualisiert werden können, weil das „Kartenhaus“ sonst zusammenbricht.

Es werden von Dienstleistern, WordPress-Projekte abgeliefert und abkassiert und der Kunde wird dann damit alleine gelassen. Es wird auch oftmals keine oder nur eine sehr teure Betreuung angeboten.

Wenn man sich die Projekte näher anschaut, dann ist es klar warum es dann evtl. keine oder nur sehr teure Wartung gibt: an Plugins wird nicht gespart („je mehr, um so besser“, auch einfachste Sachen werden in Page Builder oder Composer reingepackt anstatt in den Editor, Anpassungen werden häufig am eigentlichen Theme vorgenommen und Dokumentationen gibt es so gut wie gar nicht. Darüber hinaus werden die Kunden in aller Regel gar nicht in das System eingewiesen.

Hier kann ich nur auf das zurückgreifen, was ich z. B. in Foren oder auch auf anderen Blogs gelesen habe. Zu den SEO-Grundlagen kann ich nur wenig beitragen, da ich mich um dieses Thema nicht einmal auf meinem eigenen Castle hier gekümmert habe!

Klar dürfte aber der Punkt mit den Plugins zu sein, welchen ich ja oben schon angesprochen habe. Hier gehe ich nun auf die Fehler ein, welche ich selbst auf dem Castle machte. Gerade zu den Anfangszeiten hatte ich auch wirklich sehr viele Plugins installiert, ein typischer Anfängerfehler eben! Ich verwende zwar derzeit immer noch 28 Stück, welche ich für meine Zwecke benötige. Jedoch versuche ich weiterhin, diese Anzahl stückweise zu reduzieren.

Einige Funktionen habe ich ja nun in Calotropis selbst integriert, so daß die entsprechenden Plugins weggefallen sind. Manch ältere Plugins habe ich aber ebenfalls fest eingebaut, da diese eben nicht mehr weiter entwickelt werden. Dabei habe ich auch gleichzeitig darauf geachtet, daß ich alles auf das Nötigste reduzierte, wodurch natürlich ebenfalls eine Steigerung der Ladezeit möglich wurde!

Tatsächlich mußte ich bemerken, daß manche Plugins völlig sinnfrei aufgebläht sind. Ich weiß jetzt wirklich nicht mehr welche ein Plugin das damals war, doch konnte ich eines davon von vier ziemlich großen PHP-Dateien auf drei Zeilen Code reduzieren! Mir ist echt nicht klar, wie man für solch eine einfache Funktion solch ein Monster von Plugin erstellen kann.

Leider scheinen aber auch einige Agenturen und Dienstleister solchen Mist zu bauen, was nicht gerade ein gutes Licht auf solche Anbieter wirft. Dabei betrifft es in Wirklichkeit nur einen sehr kleinen Teil dieser „Dienstleister“, welche dadurch aber auch die anderen in Verruf bringen!

Hiermit kommen wir nun zum nächsten Punkt, welchen ich jedoch nicht zitiere!

 

„WordPress ist unsicher“

Ich habe echt lange überlegt, ob ich hierzu überhaupt noch etwas schreiben soll. Zuerst verlinke ich aber wieder einmal auf meinen entsprechenden Artikel zu diesem Thema, denn dieser ist trotz seines Alters natürlich immer noch aktuell!

Es sollte inzwischen auch dem kleinsten Licht klar sein, daß es kein sicheres System gibt! Jedes System hat seine Lücken, einige wurden nur noch nicht gefunden. Ich habe zum Beispiel oben erwähnt, daß auf meinem Blog trotz dem eigentlich alten Calotropis derzeit keine bekannten Sicherheitslücken existieren und genau das ist auch der springende Punkt:

Wenn etwas nicht bekannt ist, dann kann es natürlich auch nicht ausgenutzt oder eben ausgebessert werden!

Niemals wäre ich so vermessen zu behaupten, daß mein Castle sicher und mein Theme frei von Fehlern ist. Das überlasse ich dann doch den Leu(ch)ten, welche ihre Systeme besser kennen (siehe Forenbeiträge)! Man kann es einem Angreifer so schwer wie möglich machen, mehr geht aber nicht. Damit möchte ich es zum Thema Sicherheit belassen und komme nun zum letzten Punkt, Zitat:

Und du?

Ich bin an das Thema eher allgemein herangegangen und habe die Details nicht angesprochen, wie zum Beispiel „Plugin xyz macht Blödsinn“. Was findest du an WordPress verbesserungswürdig? Das kann auch eher allgemein sein oder aber ins Detail gehen.

Ich wüßte eigentlich nur eine Verbesserung, nämlich den alten Design-Editor von WordPress wieder einbauen! Alles andere kann meiner Ansicht nach zumindest für meine Zwecke so bleiben, den Rest übernehmen bei mir Calotropis und verschiedene Plugins. Wie geschrieben werden die Plugins jedoch nach und nach entweder durch bessere ersetzt oder ich versuche es mit einer eigenen Funktion in Calotropis, wobei mir letzteres natürlich nicht immer gelingen wird.

 

Mein Fazit!

Wieder einmal ist hier ein Artikel entstanden, der ursprünglich nicht geplant war. Jedoch ist WordPress nun mal ein Thema, welches mich und viele andere Blogger betrifft! Da WordPress soweit mir bekannt für ca. 27 % oder gar mehr aller Websites verwendet wird sehe ich irgendwie nicht, daß es seinen Höhepunkt überschritten hat. Im Gegenteil bin ich sogar der Meinung, daß die Verbreitung sogar noch weiter steigen wird!

Klar hat es seine Fehler, dies trifft aber auf jedes andere System ebenfalls zu. WordPress hat aber gerade dadurch auch den Vorteil, daß sehr viele Leute ihre Themes und Plugins dafür anbieten, wodurch es natürlich noch mächtiger wird! Auch gibt es etliche Hilfestellungen dazu im Internet, sollte es mal zu Schwierigkeiten kommen.

Auch gibt es viele Agenturen und Dienstleister, welche einem bei der Einrichtung behilflich sind. Daß es hierbei auch schwarze Schafe gibt läßt sich nicht verleugnen, aber das dürfte nur ein geringer Anteil sein.

Klar dürfte aber auch sein, daß WordPress nicht für jeden geeignet ist! Ich kenne inzwischen genügend Leute, bei denen eine statische Seite vollkommen genügen würde. WordPress oder ähnliches ist bei denen echt überflüssig, auch wenn manche Dienstleister und Agentur anderer Meinung wären!

In diesem Sinne wünsche ich euch nun viel Spaß mit euren eigenen Websites, was für Systeme ihr auch immer dafür verwendet. Jeder hat hierbei so seine eigene Meinung, alles andere währe ja stinklangweilig!

 

Viele nächtliche Grüße nun aus TmoWizard’s Castle zu Augusta Vindelicorum

Y gwir yn erbyn Y byd!

Mike, TmoWizard Zaubersmilie

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Über TmoWizard

Ich blogge hier aus Spaß am Schreiben über verschiedene Themen, wobei es auf meinem Castle kein Hauptthema gibt. Es kommt immer darauf an, was denn so gerade Sache ist.

Nebenbei läuft hier die Rockantenne dazu, denn bekanntlich geht ja mit Musik alles besser! ;-)

Ansonsten lese ich gerne irgendwelche Romane, wobei hier neben Fantasy und Horror auch Science-Fiction, Krimis und Western nicht fehlen dürfen!

Ach ja: Trotz meinem Alter lese ich immer wieder Asterix, wobei mir leider ein Album fehlt.

Alles weiter über mich kann man hier im Internet finden … naja, zumindest ein bißchen was. Ein Magier wird niemals alle seine Geheimnisse preisgeben, geht ja mal gar nicht! :-D

6 Kommentare zum Artikel

  • Armakuni (1 Kommentare) sagt:
    WordPress ist auch nur ein System zum Benutzen. Nutzt man es nicht richtig, kommt natürlich Mist bei raus.

    Die Probleme mit vielen Themes und Plugins ist oft deren falscher Aufbau. Nicht selten bringen diese noch diverse Bestandteile huckepack mit, die meiner Meinung nach besser ausgelagert werden sollten. Hier wäre eine Paketverwaltung mit Abhängigkeiten (wie bei Linux) mein persönlicher Traum. In manchen Konstellationen landen durchaus mehrere jQuery oder ähnliche Frameworks auf der Platte, weil diese in Plugins und Themes gepackt werden, anstatt das interne zu nutzen.

    Mein Fazit: die Struktur an sich ist schon ziemlich gut, halt etwas verbesserungswürdig, und solange Entwickler alles mögliche in ihre Pakete stopfen, unabhängig davon ob es schon da ist, bleibt es kompliziert. Aber das ist nicht die Schuld von WordPress. Das passiert bei schlecht programmierten Plugins und Themes auch bei anderen CMS.

    Man braucht ja nur mal per (S)FTP auf seiner WordPress Installation zu  browsen, was da alles rumliegt…

    • TmoWizard (855 Kommentare) sagt:

      Hallo Armakuni,

      natürlich wird bei vielen Themes und Plugins viel Pfusch gebaut. Mit deiner folgenden Aussage bin ich aber nicht ganz einverstanden:

      Die Probleme mit vielen Themes und Plugins ist oft deren falscher Aufbau. Nicht selten bringen diese noch diverse Bestandteile huckepack mit, die meiner Meinung nach besser ausgelagert werden sollten.

      Bei den Themes möchte ich dir fast schon zustimmen, ich sehe das ja am Umfang meines Calotropis. Viele der dortigen Funktionen sind aber dermaßen einfach zu realisieren, daß ein extra Plugin dazu unnötiger Balast wäre.

      Außerdem kenne ich nur wenige Plugins, welche dermaßen überladen sind, daß man sie in mehrere kleinere aufteilen müßte. Zudem bringen mehr Plugins auch den Nachteil daß sie ab einer gewissen Anzahl das ganze Blog verlangsamen. Genau aus dem Grund bin ich ja gerade dabei, daß ich verschiedene Funktionen direkt in mein Theme integriere!

      Ich habe ja im Artikel ein Plugin erwähnt, welches ich von vier Dateien auf lächerliche drei Zeilen Code verringern konnte! Man sollte hier wirklich auch als einfacher Anwender mal Versuchen, sich in das Thema PHP einzuarbeiten und dann seine Plugins prüfen. Bei einigen dieser Dinger wird einen fast der Schlag treffen, so übel sind diese Teile aufgebaut!

      Nun noch etwas zu deinem folgenden Satz:

      Das passiert bei schlecht programmierten Plugins und Themes auch bei anderen CMS.

      Durch die Übernahme von Calotropis und die Intagration verschiedener Plugins bzw. deren Funktionen kann ich das leider bestätigen. Der Code von Calotropis ist zum Teil ein Chaos, bei welchem ich selbst heute noch nicht ganz durchblicke!

      Zum Glück gibt es aber verschiedene Hilfsmittel, so daß mir die Arbeit daran erleichtert wird. Der Vorteil dabei ist für mich aber auch, daß ich so langsam aber sicher zumindest für meine Verhältnisse mit PHP klar komme!

       

      Viele Grüße nun aus Augsburg

      Mike, TmoWizard

  • Juergen (1 Kommentare) sagt:
    Den Schwarzen Peter nur den Agenturen zu geben, ist nicht ganz fair. Es gibt zu viele Leute, die eine eierlegende Wollmilchsau für „Geiz ist geil“ wollen und das geht eben nur dann, wenn man ein Theme mit den entsprechenden Plugins und Tools adaptieren kann.

    Ich kenne einige (inklusive ich selbst), die auf die Gefahren vorher hinweisen aber der Kunde hat ja nur die Euro-Zeichen im Sinn. Ebenso braucht es am Anfang keine Wartung, denn es läuft ja alles. Somit wird an diesem Ende gespart, bis es eben scheppert und dann ist die Jammerei groß. Natürlich sind die Schuldigen die ursprünglichen Entwickler, auch denn das Ding schon älter ist und niemals Updates eingespielt wurden. Kenne ich genügend Beispiele. Teilweile wird dem Kunden das sogar so verkauft, dass die anderen „Idioten“ sind, um ihm einfach was neues aufs Auge zu drücken oder seine Preise rechtfertigen zu können.

    WordPress kann kompliziert sein, wenn man selbst das Theme und so weiter umfassend anpassen oder gar ein eigenes entwickeln möchte. Ich kenne aber auch genügend Beispiele, denen habe ich eine WordPress-Installation verpasst und dann schnell erklärt, wie sie einen neuen Post schreiben und bestehende Beiträge ändern. Sobald es komplexer wird, melden sie sich. Im gegenseitigen Einverständnis sind aber auch die Rechte der Nutzer relativ eingeschränkt, obwohl es deren Seiten sind. Sie können den Admin-Zugang jederzeit haben, damit bin ich aber aus der Verantwortung – das ist der Deal. Auf jeden Fall tun sich die Leute mit „Anmelden -> Ändern -> auf Speichern klicken“ wesentlich einfacher als mit „HTML-Seite erstellen -> Filezilla aufmachen -> hochladen“ und statische Seiten sind dann ein Chaos, wenn man viele Seiten hat und plötzlich die Navigation oder so geändert werden muss. Klar gibt es da auch Tools dafür, aber dann ist WordPress doch wieder wesentlich einfacher.

    Mir ist es zu einfach, wenn jemand sagt „WordPress ist doof, weil die anderen damit zu viel Scheiße bauen!“. Ich habe statische Seiten gesehen, bei denen PHP involviert war und bei denen sich keine Sau mehr ausgekannt hat. Hunderte an include-Dateien und alles hat irgendwie auf weitere Sachen verwiesen und und und. Dagegen ist WordPress simpel. Man kann also auch ohne WordPress absolutes Chaos verbreiten, will ich damit sagen.

    Ich rate vielen Leuten aus Gründen des Supports explizit zu WordPress. Sollte ich keine Zeit haben oder nicht da sein und es ist wirklich etwas sehr dringendes, dann finden sie auf jeden Fall jemanden, der sich mit WordPress auskennt. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

    Mein Senf aus eigener Erfahrung dazu.

    • TmoWizard (855 Kommentare) sagt:

      Hi Juergen,

      willkommen auf meinem Castle!

      Mein Senf aus eigener Erfahrung dazu.

      Das ist aber eine ziemlich große Portion Senf! Aber ok, dann wird meine Antwort eben auch „etwas“ größer! Allerdings werde ich nicht auf alles antworten, übertreiben möchte ich ja auch nicht.

      Den Schwarzen Peter nur den Agenturen zu geben, ist nicht ganz fair. Es gibt zu viele Leute, die eine eierlegende Wollmilchsau für „Geiz ist geil“ wollen und das geht eben nur dann, wenn man ein Theme mit den entsprechenden Plugins und Tools adaptieren kann.

      Gutes Beispiel hierzu ist tatsächlich Calotropis, welches früher sehr weit verbreitet war! Wie im Artikel erwähnt ist es inzwischen mit seinen ~1,6 MB sogar als winzig zu betrachten, wenn manche Themes sogar das zehnfache an Speicher benötigen.

      Ich kann mir hier echt nicht vorstellen, wie da überhaupt noch jemand beim Code den Durchblick erhalten kann und was da so an besonderen Funktionen dabei sein könnten.

      Natürlich sind die Schuldigen die ursprünglichen Entwickler, auch denn das Ding schon älter ist und niemals Updates eingespielt wurden.

      Das ist ein Problem, welches ich leider auch kenne. Ich habe das zwar nur privat gemacht, aber diese Erfahrungen haben mir genügt. Genau aus dem Grund ist ja mein Theme Calotropis nur hier auf dem Castle zu haben und eine kommerzielle Nutzung nicht erlaubt! Das Ding hat einfach zu viele interne Fehler und eigentlich nur notdürftig an das aktuelle WordPress angepaßt, für ein privates Blog wie meines hier kann man es also verwenden.

      Die nächsten Teile meiner Antwort werden nun komplizierter, Zitat:

      WordPress kann kompliziert sein, wenn man selbst das Theme und so weiter umfassend anpassen oder gar ein eigenes entwickeln möchte.

      Das kann ich dank Calotropis sehr gut nachempfinden! Ich würde ehrlich gesagt niemandem dazu raten ein eigenes Theme zu entwickeln, aßer es soll wirklich nur minimale Funktionen haben.

      Wie schon in mehreren meiner Artikel erwähnt verwende ich das Theme ja schon seit der Zeit, als ich noch bei WordPress.com war. Damals war das Theme noch offiziell bei den Themes vorhanden und es paßte einfach am Besten zu mir und meinem Blog und das ist ja auch der Grund, warum ich es übernommen und einen Fork davon erstellt habe!

      Hätte ich damals schon geahnt, welch eine Arbeit da auf mich zu kommt, dann könnte mir Calotropis gestohlen bleiben! Inzwischen habe ich aber so viel Arbeit reingesteckt, so daß ich das wohl so schnell nicht aufgeben werde. Für mein Blog ist es fast perfekt, auch wenn ich es mit einigen Plugins erweitern muß. Aber daran arbeite ich ja gerade, denn viele Plugins bedeuten auch eine entsprechend längere Ladezeit!

      Auf jeden Fall tun sich die Leute mit „Anmelden -> Ändern -> auf Speichern klicken“ wesentlich einfacher als mit „HTML-Seite erstellen -> Filezilla aufmachen -> hochladen“ und statische Seiten sind dann ein Chaos, wenn man viele Seiten hat und plötzlich die Navigation oder so geändert werden muss. Klar gibt es da auch Tools dafür, aber dann ist WordPress doch wieder wesentlich einfacher.

      Das kann ich dank meiner eigenen Website natürlich bestätigen, als Blog oder Magazin ist so etwas absolut nicht mehr zeitgemäß! Eine „normale“ Website zu erstellen ist wirklich kein Problem, diese sollte meiner Ansicht nach dann aber statisch sein und nicht wie bei einem Blog ständig neue Artikel bekommen. Ich würde mir diese Arbeit jedenfals nicht machen!

      Mir ist es zu einfach, wenn jemand sagt „WordPress ist doof, weil die anderen damit zu viel Scheiße bauen!“.

      Wer das behauptet hat wohl den Sinn solch einer Software nicht verstanden! Bei dem Satz kannst Du WordPress auch jeder Zeit durch einen anderen Namen ersetzen, z. B. Firefox, Windows, Linux oder was weiß ich noch alles.

      Ich rate vielen Leuten aus Gründen des Supports explizit zu WordPress. Sollte ich keine Zeit haben oder nicht da sein und es ist wirklich etwas sehr dringendes, dann finden sie auf jeden Fall jemanden, der sich mit WordPress auskennt. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

      Die besten Anlaufstellen sind hier wohl die entsprechenden Foren, also je nach dem ob man WordPress.com oder wie ich eben WordPress.org verwendet! Dabei kommt es aber auch auf die Situation und meistens auch auf das verwendete Theme an. Mit meinem Calotropis brauche ich da nicht kommen, die halten mich sonst für irre! Bei kleineren Problemen geht das zwar auch bei mir, bei den meisten Dingen bin ich dann aber auf mich gestellt.

      Es dreht sich eben nicht nur um WordPress selbst, sondern immer auch um das verwendete Theme und die installierten Plugins! Auch wenn sich äußerlich viele Blogs inzwischen gleichen wie eineiige Zwillinge, intern können sie völlig unterschiedlich sein.

      Wieder kann ich hier mein Calotropis als Beispiel verwenden, da es derzeit offiziell 5 verschiedene Styles hat. Ein paar Klicks genügen und niemand erkennt mein Castle wieder, dabei kann man diese Styles auch jeder Zeit verändern!

       

      So, viele nächtliche Grüße nun aus Augsburg

      Mike, TmoWizard

  • Soeckchen (1 Kommentare) sagt:
    Ich persönlich verwende für Themes „Artisteer“ und für Grafiken Adobe Illustrator, Photoshop und manchmal auch Corel Paintshop. Ladezeiten kann man auch verringern, wenn man die Grafikformate ändert und mehr auf PNG setzt statt auf JPG.
    • TmoWizard (855 Kommentare) sagt:

      Hallo Soeckchen,

      herzlich willkommen auf meiner Hungerburg!

      Ich persönlich verwende für Themes „Artisteer“ und für Grafiken Adobe Illustrator, Photoshop und manchmal auch Corel Paintshop. Ladezeiten kann man auch verringern, wenn man die Grafikformate ändert und mehr auf PNG setzt statt auf JPG.

      Das von dir verwendete Theme kenne ich nicht, ich habe ja mit Calotropis mein eigenes. Auch die von dir verwendeten Programme interessieren mich absolut nicht, ich arbeite hier nämlich mit Linux und verwende für meine eigenen Grafiken den guten GIMP!

      Zu den Ladezeiten muß ich dir natürlich zustimmen, denn darauf achte ich im Allgemeinen sehr. Ich kenne da aber inzwischen einige Blogs, bei denen das ganz offensichtlich nicht der Fall ist! Ich habe hier ja Glasfaser und eine entsprechend hervorragende Anbindung, aber bei einigen Grafiken kommt selbst diese zum stottern.

      Ich muß aber zugeben, daß auch ich unter Anderem JPG verwende! Allerdings binde ich meistens Bilder von anderen ein, so daß ich selbst an der Ladezeit leider nichts ändern kann. Ich achte dabei zwar auf die Größe, aber immer kann man daran ja nichts ändern.

       

      Viele Grüße nun aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

      Mike, TmoWizard

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